Monash Universität- und weshalb ihr euch dazu entscheiden solltet...
1.Die ersten Schritte
„Wird sich das denn alles lohnen?“
Nachdem ihr bereits unzählige bürokratische Unannehmlichkeiten über Euch ergehen lassen habt und ihr Euch inzwischen zigmal gefragt habt, ob dieses Auslandssemester denn auch eine richtige Entscheidung war und sich dieser finanzielle und arbeitsintensive Aufwand lohnt, verspreche ich Euch, dass sich an der Monash Uni schnell das Gefühl einstellt‚endlich eine Art ‚Payback’ zu erhalten.
„Aber, wo soll ich denn wohnen und wie finde ich was passendes?“
Ihr werdet vom Flughafen abgeholt und könnt euch umsonst an irgendeinen Standort in Melbourne verfrachten lassen. Entweder habt ihr Euch entschieden in den ‚Halls of Residence’ fuer etwas mehr Geld direkt auf dem Campus zu wohnen (ca AUD $190/Woche ) oder ihr sucht Euch privat und meistens günstiger (ab ca. AUD $110/ Woche) etwas passendes, was dank vielerlei Hilfestellungen seitens der Uni kein Problem ist.
Es gibt auf dem Clayton Campus einerseits eine ‚housing office’ an die ihr Euch wenden könnt:
Campus Centre (Building 10)
Clayton Campus
Tel.: (03) 9905 3156
oder ihr geht andererseits unter Euer ‚my.monash portal’ zur Rubrik ‚accomodation’ und holt Euch die neuesten Angebote selbst ein. Meistens findet ihr dort ‚shared accomodation’ , was bedeutet dass ihr Euch ein kleines Häuschen mit anderen Studenten teilt. Solltet ihr wider aller Erwartungen noch nicht fündig geworden sein, könnt ihr Euch Mittwochs und Samstags die Zeitung „ The Age“ holen, welche ueber ausreichend weitere Angebote verfügt.
Meiner Meinung nach lohnt es sich was auf eigene Faust zu suchen, da Clayton eher etwas ab vom Schuss ist und abends die Verbindungen zur Stadt eher bescheiden sind, wenn man in den ‚Halls’ auf dem Campus wohnt. South Yarra oder St. Kilda sind zwecks Nachtleben sicherlich die eindeutigen Favoritengegenden unter den Studenten, schließlich ist man ja nicht nur zum Studieren in Australien. Andererseits sind die Partys in den ‚halls’ auch nicht schlecht und man hat sicherlich die Möglichkeit viele Leute kennen zu lernen und immer in deren Nähe zu wohnen und des Weiteren in ein paar Minuten an der Uni zu sein. Melbourne zieht sich mit seinen Vororten über eine ganz schöne Distanz hin und man wohnt nicht unbedingt in der Nähe von Freunden, wenn man sich privat was sucht. Hat eben beides Vor- und Nachteile. Wie auch immer ihr Euch entscheidet, zu Beginn könnt ihr Euch ohne Bedenken in ein ‚Youth Hostel’ bringen lassen und zum Beispiel von dort aus die Wohnungssuche beginnen. Hier bietet sich zum Beispiel das ‚Chapel Street Backpackers’ an der ‚Windsor Station’ an.
„Wie erspare ich mir teure Bankgebühren, wenn ich Geld abheben will?“
Bevor ihr nach Australien fliegt, eröffnet ihr Euch am besten ein Konto bei der Deutschen Bank, falls ihr dort nicht schon ohnehin Kunden seid. Die Deutsche Bank hat nämlich einen Partnervertrag mit der ältesten Bank Australiens, Westpac, welche an fast jeder Ecke vertreten ist. Somit könnt ihr in Australien und Neuseeland (falls ein Trip dorthin geplant ist) kostenlos Bargeld abheben- eine wirklich tolle Gelegenheit.
Des Weiteren kommen in der Orientierungswoche auch Mitarbeiter der Commonwealth Bank vorbei, die Euch die Möglichkeit bieten, ein australisches Konto umsonst zu eröffnen. Dies bietet sich vor allem an wenn man arbeiten gehen möchte, da viele Arbeitgeber nur auf australische Konten überweisen möchten. Macht das ruhig, schaden kann es nicht.
„Wie telefoniere ich am günstigsten nach Deutschland?“
Die günstigste Möglichkeit nach Deutschland zu telefonieren ist vermutlich über Skype zum Nulltarif. Man braucht dazu einen schnellen Internetanschluss und lädt sich unter www.skype.com die Software herunter. Der Gesprächspartner braucht dazu allerdings auch einen schnellen Internetanschluss. Als Alternative dazu gibt es prepaid- Telefonkarten, die es auch im Campus Centre bei ‚Uniphone’ oder an jeder Ecke (mit evtl. besseren Tarifen als auf dem Campus) zu kaufen gibt.
Fürs Handy holt man sich am besten im Uniphone Shop im Campus Centre auf Clayton prepaid-Karten von Vodafone. Am Semesteranfang werden die dort auch manchmal umsonst verteilt mit einem Guthaben von bereits $30, was einem sehr gelegen kommt.
2.Die Atmosphäre an der Monash
In der Orientierungswoche werdet ihr bereits merken, dass es so einige Unterschiede zwischen einer australischen und einer deutschen Universität gibt. In englischsprachigen Ländern ist die Anbindung zur ‚Alma mater’ wesentlich stärker, was sich auf vielerlei Arten bemerkbar macht.
Es gibt eine eigene Orientierungswoche eigens für die internationalen Studenten, in welcher ihr eine Führung um die Uni bekommt, eine Einführung in den Aussie-Slang („How was the movie?“ „Shithouse!“), viele Informationen über den Kontinent erhaltet und mit Pancake breakfast und einigen Aussie- BBQ’s bei Laune gehalten werdet. Dort lernt ihr viele Kommilitonen kennen mit denen ihr erfahrungsgemäß das Semester verbringen und hoffentlich auch durchfeiern werdet, da ihr genau diese Truppe bei denen für Euch organisierten Partys immer wieder antreffen werdet. Innerhalb dieser Orientierungswoche werdet ihr euch auch letztendlich für eure Kurse entscheiden, selbstverständlich habt ihr dabei einen Berater zur Hand, der euch mit Rat und Tat zur Seite steht- eine angenehme Abwechslung zum deutschen System. Habt ihr irgendwelche Fragen an Professoren der jeweiligen Kurse werdet ihr überrascht sein wie schnell Euch diese antworten und wie hilfsbereit sie Euch zur Seite stehen. Es kann auch durchaus passieren, dass ein persönliches Beratungsgespräch mit einem Dozenten in ‚Alrighty, give me five’ endet, was man ja eher nicht gewohnt ist.
In der eigentlichen Orientierungswoche, die sich an eure spezielle Einführung anschließt, stellen sich dann die zahlreichen Unions vor und es bieten sich Euch unzählige tolle Freizeitmöglichkeiten. Auf dem Campus finden dann jeden Tag BBQ’s und kleinere Konzerte der ‚Unions’ statt mit denen ihr euch schnell wie in einem College-movie vorkommt.
Sport wird in Australien auch oft als nationale Religion bezeichnet und dies spiegelt sich in den unzähligen Möglichkeiten wieder, die sich euch anbieten. Monash, insbesondere der Clayton Campus, gilt als absoluter Top-Campus was sportliche Einrichtungen betrifft und ihr werdet dort von Aikido bis Waterski unzählige Möglichkeiten antreffen eure Freizeit zu gestalten. Allerdings kostet die Teilnahme, entgegengesetzt zu den meisten deutschen Unis, meistens etwas.
Des Weiteren gibt es so tolle Clubs wie beispielsweise den ‚Bushwalking Club’, der von Klettern über Kanufahren bis hin zu zahlreichen Wanderungen im australischen ‚bush’ Euch eine tolle Möglichkeit bietet verschiedenes kennen zu lernen. Auch der ‚Exchange Club’ bietet Euch so alle zwei Wochen zu geringem Geld tolle Ausflüge an. Diese reichen von kleinen Wanderungen und Weintouren um Melbourne bis hin zu Wochenendtrips nach Tasmanien. Dies solltet ihr Euch keinesfalls entgehen lassen.
3.Studieren an der Monash: ein ‚never-ending support’
Studieren in Australien ist, meiner Meinung nach , viel einfacher. Durchfallen ist möglich, aber ich behaupte, dass dies fast in jedem Fall auf Faulheit und nicht auf Schwierigkeit zurückzuführen ist. Ihr habt zwar einiges zu tun, normalerweise studiert ihr zwischen 18-24 Credit points, aber es zählen am Ende oft so viele Einzelteile in einem Fach zusammen (Präsentation, mündliche Mitarbeit, ein kleiner Essay und ein grosser Essay), dass ihr meistens die Möglichkeit habt, Euern Hintern zu retten und auszugleichen.
Außerdem gibt es für Nicht-Muttersprachler ein optimales Unterstützungs programm. Beispielsweise gibt es einen ‚Language and Learning Service’, der sich mit Euch zusammensetzt und Euch genau erklärt, was der jeweilige Essay von euch abverlangt. Habt ihr das Ding dann geschrieben, könnt ihr dort wiederum einen Termin machen und dann liest sich eine Person euern Essay durch und gibt Euch Tipps eure Leistung zu optimieren. Ist das nicht ein Hammer? Also, wenn ihr das Ding nicht unbedingt die Nacht vor der Abgabe schreibt, habt ihr eigentlich schon gewonnen und euern Schein in der Tasche.
Ein weiterer schöner Service werdet ihr in der Bibliothek antreffen. Ihr habt Probleme passende Literatur zu einem Thema zu finden? Im Gegensatz zu einem grimmigen Gesicht in Deutschland und einer inkompetenten Hilfestellung die Euch nicht weiter bringt, trefft ihr hier auf perfekt geschultes Personal, welches Euch bereitwillig die wertvollsten Tipps gibt. Ihr müsst euch nur die Mühe machen und danach fragen. Also, ich habe von diesen Hilfestellungen bestens profitieren können und hatte oft das Gefühl mit dem Löffel gefüttert zu werden.
Falls ihr die Möglichkeit und etwas Flexibilität im Stundenplan habt, würde ich Euch unbedingt dazu raten, einen Kurs über Australien zu machen. Hier bietet sich entweder der Kurs ‚Australian landscape’ oder ‚Contemporary Australia’ an. Ich habe letzteren besucht und es hat mir super Spass gemacht. Dort lernt man viel über Aboriginal-Kultur, Kolonialgeschichte, Politik, Sport, Umwelt und Wirtschaft des Kontinents. Dieser Kurs war wirklich inspirierend und hat einem vieles erklärt was man ansonsten vielleicht gar nicht wahrgenommen hätte. Beispielsweise ist nach wie vor Queen Elizabeth II Australiens ‚head of state’ und kann den Prime minister abzusetzen (was auch schon passiert ist)- soviel zur Unabhängigkeit. Ein wirklich interessanter Kurs.
4.Reisen
Nehmt Euch genug Zeit diesen wunderschönen Kontinent ausreichend zu bereisen, es ist unglaublich welche Vielfalt an Landschaft es dort zu sehen gibt. Holt euch am besten den Reiseführer ‚Lonely Planet’, dereEuch viele wertvolle Tipps und Adressen bietet. Euer Semester hat glücklicherweise einen mid-term break, in welcher ihr auf Reisen gehen könnt. Ich habe mir für diesen break die ‚Grampians’ und die ‚Great Ocean Road’ vorgenommen.
Besonders ‚Utopia tours’ kann ich empfehlen. Wir sind zwei Tage auf Berge, zu Wasserfällen und zu atemberaubenden Ausblicken und durch den Regenwald gewandert, haben in der reinsten Wildnis geschlafen, wo es vor Känguruhs und Koalas nur so gewimmelt hat, waren in einem versunkenen Vulkan und hatten mit vielen Trinkspielchen einfach jede Menge Spass. Auch die ‚Great Ocean Road’ bot eine wunderschöne Landschaft, aber dort hinzugehen ist eigentlich Standardprogramm und es gibt auch genug Angebote an der Uni dort hin zu gelangen und evtl. mit dem Helikopter drüber zu fliegen. Die Reise mit ‚Utopia’ war allerdings super abwechslungsreich und mit ca. 100 Euro auch sehr erschwinglich.
Meinen Abschlusstrip habe ich entlang der Ostküste von Cairns nach Melbourne (4000km) mit dem Greyhound unternommen. Das Reisebüro Peter Pan bietet ganz gute und preiswerte Kombinationen an sich eine solche Reise zu finanzieren (ca. 900 Euro für 3 Wochen). In Cairns kann man, neben einem tollen Partyleben, am Great Barrier Reef schnorcheln gehen oder in Cape Tribunal durch den Regenwald wandern. Dann sind wir nach Airlie Beach gefahren um einen 3- tägigen Segeltrip um die ‚Whitsunday islands’ zu erleben. Eine Jeep Safari auf der grössten Sandinsel der Welt erwartete uns auf Fraser Island. Danach gingen wir auf einen Kanutrip in die Everglades und stießen anschließend in Brisbane auf überraschend viele spießige Menschen in Anzügen. Weiter ging es nach Surfers Paradise, Byron Bay und Sydney. Diese Route kann ich nur empfehlen. Die meisten Hostels unterwegs sind sehr preiswert und bieten einen kostenlosen pick-up service von der Bushaltestelle an.
5.Schlusswort
Alles in allem ist die Universität und die Stadt nur zu empfehlen. Melbourne hat den Ruf relaxter und entspannter als Sydney zu sein und ich kann dies nur bestätigen. Wir waren alle im Grossen und Ganzen sehr glücklich mit unserer Entscheidung und hatten eine geniale Zeit und eine angenehme Pause von dem ‚deutschen Ernst’ und ‚der Korrektheit’. Die Uni hat sich im Laufe der Jahre optimal auf internationale Studenten eingestellt und ihr werdet euch selten verloren vorkommen. Die Australier sind das freundlichste Volk der Welt und locken euch aus dem Haus selbst wenn ihr wirklich zuhause bleiben wolltet.
Dieser Erfahrungsbericht kann auch in PDF Format heruntergeladen werden.
Erfahrungsbericht - Julia Wiese
Herzlichen Glückwunsch erstmal!
Stellt Euch schon mal auf eine sehr aufregende und schöne Zeit in Melbourne ein! Dieser Erfahrungsbericht wird hoffentlich dazu beitragen, dass sich die anfänglichen Schwierigkeiten im Rahmen halten...
VORHER:
Besorgt euch ein Girokonto bei der Citibank. Die haben drei Filialen in Melbourne (350 Collins St in der Stadt und z.B. auch in der Toorak Rd nahe der Station South Yarra), d.h. man kann kostenlos von seinem deutschen Girokonto Geld abheben. Das ist sicherlich die preiswerteste Methode, denn die üblichen Auslandsüberweisungen sind sehr teuer. Besorgt Euch gleich eine Visakarte mit, das macht das Leben hier einfacher!
Außerdem kann man kostenlos über das Telefon seinen Kontostand und die Bewegungen auf dem Konto abfragen, sowie Überweisungen in Deutschland vornehmen.
Wenn ihr euch ein Auto kaufen wollt: Internationalen Führerschein (erhältlich bei jeder Meldestelle der Polizei) nicht vergessen! HOUSING:
Ihr bekommt einen Brief, in dem ihr angeben müsst, wohin ihr vom Flughafen aus gebracht werden wollt. Wenn ihr schon einen Reiseführer habt, könnt ihr euch ja dort ein nettes Backpacker Hostel raussuchen. (Ich empfehle wärmstens den Lonely Planet City Guide über Melbourne, da steht alles drin, was man braucht und außerdem sind einige gute Karten drin). Das Problem ist nur, dass diese Jugendherbergen ziemlich teuer sind und die Leute, die dort anfänglich gewohnt haben, bei der Suche nach einem permanenten Zimmer nicht nur die zeit, sondern auch den finanziellen Aspekt im Nacken hatten, was die entspannte Wohnungssuche nicht eben fördert! Womit wir beim Thema wären: Die Wohnungssuche...
Ihr solltet unbedingt 2 Wochen vor Unibeginn dasein, um genügend Zeit zu haben. Die Australier sind zum Glück völlig unkompliziert, was das Wohnen angeht. Die meisten wohnen in sogenannter ‚shared accomodation‘, d.h. mehrere Leute wohnen in einem Haus zusammen und teilen die Küche und das Badezimmer (und manchmal auch das Essen.... Fragt nach, bevor ihr einzieht!). Die Adressen bekommt man aus der Zeitung (The Age am Mittwoch, oder noch besser am Samstag), dem ‚housing office‘ in Monash (Union Building, erster Stock) oder in den Schaufenstern diverser Buchläden (ein heisser Tip: Fragt im Readings nach dem UMSCHLAG; wenn ihr im Schaufenster nichts passendes gefunden habt! Da sind all die Zettel drin, die erst beim nächsten Update im Schaufenster aufgehängt werden, d. h., ihr könnt, wenn ihr schnell seid, allen anderen zwei Tage voraus sein.)
Es empfiehlt sich, sich vorher zu überlegen, in welchem Bezirk man wohnen will. Wenn man in der Stadt wohnen will, muss man morgens einige Zeit einplanen, um zur Uni zu kommen, aber dafür ist man wenigstens am Puls des Geschehens. Ich kann euch NICHT empfehlen, in Clayton zu wohnen, denn dort ist abends (und das heisst ab 5 Uhr nachmittags) der Hund verfroren und ohne Auto wird es schon schwierig, einkaufen zu gehen. Da lohnt es sich auf jeden Fall, jeden Tag etwas zu fahren. Zu empfehlen und nicht zu weit weg sind die Stadtteile im Süden von Melbourne, wie z.B. St Kilda, besonders zu empfehlen, wenn ihr nicht nur zum Studieren nach Melbourne gekommen seid), Elwood, oder South Yarra.
Für die Miete muss man je nach Zimmer zwischen $ 300 und $ 400 pro Monat rechnen. Dazu kommen dann noch die üblichen Rechnungen (Strom, Wasser, Telefon...). Nehmt euch ein bisschen Zeit für die Wohnungssuche und verfallt nicht gleich dem ersten Angebot. Schließlich will man ja nicht nach einem Monat feststellen, dass die Mitbewohner einem doch nicht liegen.
Das Wohnungssuchen ist wirklich ziemlich nervig, aber denkt daran:
BIS JETZT HAT NOCH JEDER EIN ZIMMER GEFUNDEN! UNI:
Eine Woche vor dem offiziellen Semesterbeginn ist die Orientation Week, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Für die International Students gibt es in den ersten zwei Tagen eine Einführung in das Unisystem, eine Campusführung, eine Stadtführung und außerdem kann man die anderen Studenten kennenlernen.
Dann kommt die Kurswahl.... Wer gedacht hat, man hätte seine Kurse nur und ausschließlich aus Deutschland wählen können, wird hier gleich eines besseren belehrt: Man kann sich eigentlich alles aussuchen, was man möchte, unabhängig davon, was man in Deutschland angegeben hat. Und da geht das Problem schon los, denn die Kurswahl ist – wenn man nicht unbedingt nur das eigene Fach studieren möchte – RIESIG! Ich z.B. machte neben Biologiekursen Koorie Studies (speziell über Aborigines), Indonesisch und Contemporary Australia, einen Kurs, der für ausländische Studenten angeboten wird, in dem man über Land/ Leute/ Medien/ Wirtschaft/ Politik....informiert wird (kann ich nur wärmstens empfehlen! Wenn er angeboten wird, überlegt euch gut, ob ihr den nicht noch irgendwie in den Stundenplan passen könnt. Auch eine gute Gelegenheit, einmal die Woche all die anderen ausländischen Studis zu treffen!). Man kann also den Aufenthalt hier nutzen, um mal etwas ganz anderes zu studieren. Erweitert den Horizont ungemein!
Im Bookshop (Union Building) liegen hinten am Tresen die Bücher mit dem gesamten Kursangebot rum. Es hilft, dort schon mal einen Blick reinzuwerfen, auch, um mal Punkte zusammenzurechnen Denkt daran: ihr braucht 18 Punkte Minimum, 24 Punkte sind Maximum, aber das würde ich mir nicht antun!) und den Aufwand für den Kurs zu überlegen (Referate, Essays, Papers, Exams...). Passt auch auf den fiesen kleinen Hinweise ‚2nd sem.‘ auf. Den Kurs gibt es nämlich nur im zweiten Semester des Jahres!
Der Tag der Kurswahl ist ziemlich anstrengend, weil man – gerade, wenn man in den verschiedenen Departments Fächer belegen will – sich in den verschiedensten Gebäuden von irgendwelchen Menschen Unterschriften abholen muss. Immerhin kennt man nach dem Tag den Campus ganz gut (für einen ersten Überblick: Fahrt in den 11. Stock des Menzies Building.. auf der einen Seite sieht man den Strand (seufz!) und auf der anderen den riesigen Campus 8auch seufz...)).
Die Kurse an sich sind meistens sehr angenehm, die Profs freundlich und unkompliziert. Das einzige, was einen permanent in Atem hält, sind all die Termine, an denen bestimmte Papers/ Essays/ Speeches fertig sein müssen. Und die MÜSSEN dann auch fertig sein. Aber meistens kommt man ganz gut zurande. Früh anfangen ist die Devise. Die Bibliotheken sind sehr gut ausgestattet, auch was das Personal angeht.
Das Semester ist in zwei Hälften unterteilt (ca. 2 x 6 Wochen). Dazwischen ist eine Woche Mid-Semester-Break (von manchen Profs auch als Research-Break betitelt...). Am Ende des Semesters ist 4 Wochen lang ‚Exam Period‘, gefolgt von 2 Wochen Mid-Year-Break. Leider können sich die Examen über die gesamte Zeitdauer der Exam Period hinziehen, was man meistens erst Mitte des Semesters erfährt – Schlecht für die Ferienplanung!
Eine andere, erfreuliche Sache ist das Angebot der Clubs, über die ihr euch auch in der Orientation Week informieren könnt. An ein oder zwei Tagen bauen die Clubs zwischen dem Menzies Building und dem Union Building Stände auf, und ihr könnt umherspazieren und euch bei verschiedenen Clubs einschreiben, oder nur mal nachfragen, was die so anbieten. Es gibt ca. 100 Clubs (Sport, Sprache, Tanzen, ...), also lasst euch nicht gleich vom Angebot hinwegreissen. Eintreten kann man in die meisten Clubs zu jeder Zeit, die freuen sich immer über neue Mitglieder (ca. 3 – 10 $ für ‚normale‘ Clubs, bis zu 250 $ für Tauchen, oder Drachenfliegen!). Sehr zu empfehle ist der Bushwalking Club (10$), der von Mountain-biking über Wandern/ Klettern/ in Höhlen rumkrabbeln bis zu Kajakfahren und Rafting so ziemlich alles anbietet, was man in Melbournes schöner Umgebung anstellen kann...
Das Angebot des Short Courses Centre ist auch nicht zu verachten. Töpfern, Tanzen Fotografieren, Schreiben, Yoga, Mediation....was das Herz auch begehrt! Die Kurse kosten zwischen 30 und 40 $ und fangen zum Glück erst zwei bis drei Wochen nach Semesterbeginn an (vorher hat man eh genug um die Ohren und ist froh, sich nicht auch darum kümmern zu müssen. Anmelden kann man sich auch noch am Tag des Kursstarts). Von dem Kursniveau sollte man nicht allzu viel erwarten, das ganze ist eher so eine Art Volkshochschule auf dem Campus. Wer sich allerdings ein Auto kauft, sollte auf keinen Fall den Car Maintenance Kurs von Tom verpassen. Man bastelt an den eigenen Autos rum, macht all die Dinge, von denen man vorher geglaubt hat, dass die nur ein Mechaniker mit einer 2-jährigen Ausbildung machen kann und schon ein einziger Blick von Tom in den Motor des eigenen Prachtstückes kann einige hundert Dollar sparen.
Wer sportlich ist (oder es noch werden möchte) ist hier im Sportlerparadies gelandet! In Monash ist man sehr stolz auf den gerade fertig gestellten Pool und die dazu gehörige Sportanlage. Das Gym zählt zu den Hauptattraktionen, allerdings gibt es auch hier wieder Tricks und Kniffe... Wenn man die Maschinen in dem Kraftraum benutzen möchte, muss man sich vorher einer Fitnessuntersuchung unterziehen. Dazu braucht man aber ein Appointment und das wiederum bekommt man nach Unistart nur noch mit einer Wartezeit von ca. 1 1/2 Monaten! Also, wenn ihr Lust auf ‚Heavy Workout‘ habt, seht zu, dass ihr vor dem Ansturm der Massen (also in der O-Week) einen Termin ausmacht!
Die Aerobicstunden kann man so besuchen, den Terminplan und die Tickets (3$/h) bekommt man in der Eingangshalle des Sportkomplexes. Das gleiche gilt für Squash- oder Tennisplätze, die man stundenweise buchen kann.
Email – wird hier selbst für Leute, die vorher noch keine Computerfans waren, unerlässlich und der beste Zugang zur anderen Seite der Welt.... Da man in Monash erst ab Erhalt der Student ID existiert ( und die bekommt man erst am Enrolment Day am Ende der O-Week) kann man die Computer nicht nutzen, weil man kein Account beantragen kann. Im Computer Centre gibt es allerdings einen Raum (G 16), in dem Computer stehen (ganz hinten), in die man sich nicht einloggen muss... TELEFON:
Damit die Gespräche nach Deutschland nicht allzu teuer werden: Zum Glück ist der Telefonmarkt in Australien nicht monopolisiert, und es empfiehlt sich für Auslandsgespräche unbedingt, die Nummer von Anbietern wie AAPT zu wählen (1300651414). (ähnlich wie in Deutschland). LEBENSHALTUNGSKOSTEN:
Das Essen auf dem Campus ist zwar ganz gut, aber für Mensa-Preise-verwöhnte Deutsche gewöhnungsbedürftig teuer. Rechnet mal für einen langen heissen Tag an der Uni 6 Euro, denn eine kleine Flasche Cola/ Saft, oder ein Mars/ Snickers kosten fast 1 Euro und das Essen kostet so um die 3 Euro.
Auch das Essen, das man in Supermärkten kauft, ist immer ein bisschen teurer als in Deutschland. Besser ist es da, sich auf den Märkten in der Stadt (Victoria Market und Prahran Market) mit Tonnen von Obst und Gemüse einzudecken (ein Kilo = ein Dollar in den meisten Fällen...). Außerdem kann man sich da durch die ganzen exotischen Obstsorten futtern...
Das abendliche Vergnügen hingegen ist relativ billig, weil man meistens nur für Getränke (nicht so teuer wie in Deutschland), aber keinen Eintritt zahlt, auch wenn Bands spielen (a propos Bands: in The Age gibt es am Freitag eine Beilage, den E.(ntertainment) G.(uide), der alle Events der Woche auflistet. Und in allen Kneipen und Nachtclubs liegt das Beat aus mit allen wichtigen Daten.
ANSONSTEN GILT. NO WORRIES.....
LASST EUCH NICHT VON DEM STRESS DER ERSTEN ZEIT ÜBERRENNEN. SPÄTESTENS NACH 2 WOCHEN IST DAS ALLES VORÜBER UND DER RICHTIGE SPASS BEGINNT!!!!
Ehemalige und derzeitige Studierende treffen sich im 4A Club.
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